stARTup

rome 1966 gerd conradt

sonntag, 08.12.2019, 16:00 maschinensaal, kulturbrauerei ein advents-fest für familie, freund*innen und wahlverwandtschaften

ART – urquelle des seins

nach 50 jahren veröffentlicht der berliner dokumentarfilmregisseur gerd conradt gedichte, die er als junger mann in rom geschrieben hat. 1966: das erleben der aufkommenden kultur-revolution in der ewigen stadt – das meer bei ostia, der wein aus den albaner bergen, cinecittà und trastevere. pop-ART, der vietnamkrieg – made in USA. die geburt der tochter. – all das bezeichnet gerd conradt, damals 25 jahre alt, als sein persönliches stARTup.

Programm

1. lesung und schlagzeug gerd sitz an einem tisch spielt mit der schreibmaschine und ließt vor. ton: je ein mikro zum lesen und für den sound der schreibmaschine. licht: leselampe und spot auf gerd harald ansorge schlagzeug: zwei mikros für sein schlagzeug (becken) licht: spot auf harald und schlagzeug 2. vortrag mit bildprojektion dr. eckhart gillen an einem stehpult mit mikro und laptopanschluss - nur bild auf die leinwand. licht: spot auf e. gillen 3. dialog miriam rönn, gerd conradt die personen stehen mit je einem mikro in der hand auf der bühne. licht: die personen werden von hinten angestrahlt, sie sind nur als schattenrisse hinter einem „milchglas“ ähnlichen vorhang zu sehen. 4. gäste kommen auf die bühne, zwei mikros, ca. 7 personen nacheinander berichten von ihrem stARTup als sie 25 jahre alt waren. u.a. e. gillen, h. ansorge, s. birke, a. conradt, h. Korte..... jeweils 1.30'

Miriam Rönn (*1970) Marketing, Kommunikation, PR für Medienunternehmen. Dr. Eckhart Gillen (*1947) Kunsthistoriker, Kurator. Harald Ansorge (*1970) Komponist, Tonmeister, Audio Producer. Gerd Conradt (*1941) Dokumentarfilm - Autor, Regisseur, Produzent.

Filme

FREDERIC RZEWSKI ISST SPAGHETTI BEI CARLONE VIA DELLA LUCE 55  gerd conradt, farbe, stumm , länge: 12’, rom, 1966 der komponist und pianist frederic rzewski sitzt an einem tisch der trattoria carlone im stadtteil trastevere in rom. er bestellt wein, salat und spaghetti. wir sehen zu, wie er isst, bezahlt, aufsteht und aus dem bild geht. alles in einer einstellung aus der vogelperspektive gedreht. SANTA LUCIA gerd conradt, nach texten von konrad bayer, schwarz weiß, länge 12', west-berlin 1967 dieser film hat keine geschichte – es könnte jeden augenblick eine entstehen. situationen sind exemplarisch / sie entstammen der realität der träume / eine bewegung erhält durch schnitte mehrere dimensionen / erweckt den eindruck von simultanität / der ablauf der zeit wird dabei nicht wahrgenommen. dies ist ein historischer film und keine fiktion. vielleicht ein gedicht - ein unvollständiges selbstporträt.

Aus dem futuristischen Manifest Wir wollen die Liebe zur Gefahr besingen.. Wir erklären, dass sich die Herrlichkeit der Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: die Schönheit der Geschwindigkeit .. Legt Feuer an die Regale der Bibliotheken, … Leitet den Lauf der Kanäle um, um die Museen zu überschwemmen! … Ergreift die Spitzhacken, die Äxte und die Hämmer und reißt nieder, reißt ohne Erbarmen die ehrwürdigen Städte nieder!

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